Hallelujah Junction
Choreographie Choreography: Philip Taylor
Musik Music: John Adams
Dauer Duration: 18 Min.
Tänzer Dancers: 22
Hallelujah Junction ist ein kleiner Truckstop auf der Route 49 an der Grenze von Nevada nach Kalifornien. Die Worte von John Adams lassen vermuten, daß der Beginn von Hallelujah Junction in der Zeit der Goldgräber liegt.
Für mich selbst ist Junction ein ,Treffpunkt’, ‚ein Zusammenkommen’. Das Wort „Hallelujah“ im Namen des Ortes weckte in mir das Gefühl, daß dieser Platz es verdient haben muß, gepriesen zu werden. Dieser Ort hat viel mit den Worten Leidenschaft, Vertrauen und Glaube zu tun. Ein Goldgräber, der hofft dieses Edel-Metall zu finden, benötigt einen Großteil an Leidenschaft, Vertrauen und Glauben.
Hallelujah Junction is a tiny truck stop on Route 49 on the Nevada-California boarder. In the words of John Adams “one can only speculate on its beginnings in the era of prospectors and Gold Rush speculators”.
For myself, the ‘junction’ is a ‘meeting-place’, ‘a coming together’, and because of the ‘Hallelujah’ in the work’s title, I felt this place deserved to be praised, and had a strong connection to the words passion, faith and belief. Just like a ‘gold-digger’, who hopefully would discover this most precious of all metals, but before doing so, would also need a great deal of passion, faith and belief.
Breath Bandits
Choreographie Choreography: Philip Taylor
Musik Music: John Adams
Dauer Duration: 22 Min.
Tänzer Dancers 10
Ein Alptraum, Wesen jagen durch die nächtliche Psyche. Dieses Stück ist ein atemberaubender- und komischer! Wirbel menschlicher Phantasie.
A nightmare: a high speed dance in which the figures hunt during the psychological darkness of the night. The work is a breathtaking comical swirling journey trough the human Fantasy.
Vertu
Choreographie Choreography: Jennifer Hanna
Musik Music: Paolo Pandolfo
Dauer Duration: 12 Min
Tänzer Dancers 8
Vertu besteht aus drei kurzen, miteinander verwobenen Entwürfen, die verschiedene Muster der Liebe enthüllen. Die Musik zu dieser Choreographie stammt aus der Feder des italienischen Komponisten Paolo Pandolfo.Sie kombiniert moderne Kompositiosideen mit barocken Elementen, vertreten durch das Instrument Viola da Gamba. Sein Werk Baghdad’s Spring ist eine Reflexion über das Zweifeln an der Liebe in Zeiten des Krieges.
Vertu was made as three short interacting sketches revealing different examples of love. The music for Vertu, by Italian composer Paolo Pandolfo, combines modern ideas of composition with the Baroque musical instrument the viola da gamba. His work Baghdad’s Spring is a reflection on questioning love in a time of war.
ADAMA
Choreographie Choreography: Jennifer Hanna
Musik Music: Greg Smith
Dauer Duration: 22 Min.
Tänzer Dancers 11
ADAMA handelt im wesentlichen davon, wie wir unser Leben in der Zeit leben - das Leben, das wir gemeinsam haben.
ADAMA is essentially about living your life in time- the life we have in common.
Angels that Sing
Choreographie Choreograohy: Philip Taylor
Musik Music: Steve Reich
Dauer Duration: 20 Min.
Tänzer Dancers 13
Wir erfahren, daß es Engel mit großen und kleinen Flügeln gibt. Engel, die es sich schwer machen und Engel, die es sich leicht machen. Auch das ist wie im wirklichen Leben. So feiern, tanzen und singen sie in der Hoffnung, daß sie jemand hört und endlich zu der Erkenntnis gelangt: Tänzer singen, und zwar mit ihrem Körper.
We discover that there are angels with big wings and some with small wings. Angels who have a hard time, and angels who take it easy, like real life. Thus they celebrate, dance and sing in the hope that someone is listening and finally comes to the realisation: dancers sing, and that is with their bodies.
Bozzetto
Choreographie Choreography: Damien Liger
Musik Music: Antonio Vivaldi
Dauer Duration: 10 Min.
Tänzer Dancers 6
Idee dieses Stückes ist es, eine Brücke zu bauen – ohne Steine. Sie ist der Versuch, eine Verbindung zu schaffen zwischen der Musik Antonio Vivaldis und der Malerei seines Zeitgenossen, Giovanni Battista Tiepolo. Nur 18 Jahre trennten die beiden Künstler, und so kann man durchaus annehmen, dass die Musik des PRETE ROSSO die Malerei des jüngeren Tiepolo beeinflusst haben könnte. Die Brücke schlägt ihren Bogen über tanzende Paläste und führt mitten in eine Kapelle des barock; sie endet schließlich in den schwindelerregenden Höhen eines Rokoko-Himmels, dessen tiefes Blau unzählige Geheimnisse birgt. Eine Brücke aus Tanz, die durch Klang und Farbe gehalten wird. Willkommen in Venedig!
The idea of this piece is to build a bridge – without any stones. It is the attempt to create a link between Antonio Vivaldi’s music and the painting of his contemporary Giovanni Battista Teipolo. Just 18 years separates the two artists, so one can easily assume that the music of the prete rosso (red priest) could have influenced the painting of the younger Tiepolo. The bridge spans over dancing palaces and leads to the heart of a Baroque chapel; it finally ends in the dizzying heights of a Rococo sky, whose deep blue holds countless secrets. A bridge out of dance held together with sound and colour. Welcome to Venice!
Junction
Choreographie Choreography: Philip Taylor
Musik Music: Graham Fitkin
Dauer Duration: 18 Min.
Tänzer Dancers 7
Junction- ein Ort die Entscheidung?
Junction- a place of decision?
Liebes-Skat
Choreographie Choreography: Annett Göhre
Musik Music: Julia Wolfe, Latin Playboys
Dauer Duration: 12 Min.
Tänzer Dancers 6
Ist das Leben nur ein Spiel? Spielen wir mit unserem Leben oder spielt das Leben mit uns? Wollen wir spielen oder müssen wir? Spielen wir um Liebe? Verspielen wir die Liebe? Spielen wir nicht, um geliebt zu werden? Liebes-Skat war ein Flirtspiel in meiner Kinder- und Jugendzeit.
Is life just a game? Are we playing with our life or is life playing with us? Do we want to play or do we have to? Are we playing for love? Are we gambling love away, wasting it? Aren’t we playing in order to be loved? Liebes-Skat was a flirting game during my childhood and youth.
Stabat Mater
Choreographie Choreography: Robert Cohan
Musik Music: Antonio Vivaldi
Dauer Duration: 20 Min.
Tänzer Dancers 9
Die Komposition Vivaldis, die Form und die Worte des Reimgebetes waren für mich die Inspiration zu dieser Choreographie für neun Frauen. Das Stück beginnt mit Maria und endet mit ihr, wobei die acht anderen Tänzerinnen Gedanken und Gefühle Marias verkörpern.
My inspiration for this choreography for nine women was Vivaldi’s composition and the form and words of the rhyming prayer. The piece begins and ends with Maria, whereby the eight other dancers embody Maria’s thoughts and feelings.
Leaving the Tunnel
Choreographie Choreography: Philip Taylor
Musik Music: Michael Nyman
Dauer Duration: 27 Min
Tänzer Dancers 22
Es ist für den Zuschauer wichtig zu realisieren, dass die Musik wie eine Bahnreise ist. Sie steht für die einzelnen Landstriche und Landschaften, die man mit dem Zug durchfährt. Alles ist eine Reise, alles ist in Bewegung, aber diese Musik hat einen Moto, die ständig zu spüren ist.
Michael Nyman sagte, man sollte beim Hören der Musik die Augen schließen und sich Landschaften vorstellen, an denen man vorbeifährt. Es gibt keine klare Geschichte- man sieht Landschaften in Bewegung. Ich wollte dem Publikum im Verlauf der Musik eine Reihe von Landschaften zeigen, aber nicht durch Bühnenbild, sondern durch Bewegung.
It is important for the audience to realise that the music is a train journey. It represents the landscapes and scenery through which one travels. Everything is a journey, everything is in motion, but this music has a motor, you feel the engine of the train the whole time. Michael Nyman said, that while listening to the music, one should close one’s eyes and try to imagine the landscapes the train passes by: no story, landscapes in motion. I wanted to show the audience an ever-changing landscape not through pictures but movement.
Contes D’amor
Choreographie Choreography: Cayetano Soto
Musik Music: Gideon Lewensohn
Dauer Duration: 20 Min.
Tänzer Dancers 6
Liebesgeschichten
Bei meiner dritten Arbeit für das balletttheater münchen beschäftigte ich mich mit Liebesbeziehungen in unserer Zeit, in denen das Gegenüber nicht mehr als moralischer, sondern als ästhetischer Gegenstand wahrgenommen wird. Statt der zwischenmenschlichen Qualitäten eines Partners sind das eigene Interesse, die Erregung, die Befriedigung und das schnelllebige Vergnügen die Maßstäbe im Umgang mit dem Anderen. Im zweiten Duett zum Beispiel hat die sexuelle Begegnung keine weiteren Folgen. Im Moment der Begegnung ist schon klar, daß sich ihre Wege wieder trennen werden.
Selbst Partner, die eine gemeinsame Wegstrecke zurückgelegt haben, versuchen, ihre Probleme außerhalb der Beziehung zu lösen. Sie reduzieren ihre Partnerschaft auf ein ichbezogenes Spiel, in dem es keine Notwendigkeit, keine Ordnung, wenig Glück gibt. Jedes neue Spiel bleibt ohne Folgen für das nächste. Unser soziales Umfeld ist mit schön verpackten »Objekten« vollgestopft, die es zu konsumieren gilt.
Love Stories
In my third work for balletttheater münchen I have dealt with relationships between lovers in contemporary society, in which the other partner is no longer perceived as a moral being, but an aesthetic one. Instead of the interpersonal qualities of a partner being the basis for dealing with each other, it has become one's own interest, the excitement, the satisfaction and the short-lived pleasure involved.
In the second duet, for example, the sexual encounter does not have any further consequences. During the moment of the encounter, it is already clear that their paths will part. Even partners who have been together some time, try to solve their problems outside their relationships. They reduce their partnership to an egocentric game, in which there is no necessity, no principles, little happiness and every new game remains without consequences for the next. Our social environment is jammed with beautifully packaged "objects" that are there to be consumed.
Alice im Wunderland
Chroegraphie Choreography: Philip Taylor
Musik Music: Witold Lutoslawski
Dauer Duration: 120 Min.
Tänzer Dancers 16
1865 erschien die erste Ausgabe von Lewis Carrolls Geschichte, in der ein kleines Mädchen eine Reihe zauberhafter und unerwarteter Abenteuer erlebt. Sie war für den Autor, wie auch für seine Hauptfigur Alice, eine Möglichkeit, dem Alltag zu entfliehen. Doch im Vergleich zu Alices früheren Träumen, ist dieser Traum so wirklich, dass sie erst jetzt, im Wunderland, richtig zu leben scheint. Lassen Sie uns – wenn auch nur für anderthalb Stunden – versuchen, der Realität zu entkommen, zu träumen und die Probleme unserer Zeit zu vergessen.
In 1865 Lewis Carrolls "Alice in Wonderland " was first published, in which a young girl enters and travels through several magical adventures. For the author, but also for Alice in many ways the story represents the possibility to escape from the normality of everyday life! Only now, compared to Alice’s earlier dreams, the dream in wonderland, seams to become a living reality. Let us together, even when it is only for one and a half hours, try to forget the reality. Let us dream and leave the problems of today just for a short while behind us.
Quiet Strength
Choreographie Choreography: Philip Taylor
Musik Music: Kelvin Grout
Dauer Duration: 20 Min.
Tänzer Dancers 9
Quiet Strength erscheint als ein titueller Tanz, in dem die Tänzer Situationen durchleben, die in starkes Selbsbewusstsein (‘quiet strength’) erfordern, um als Indevidium ihre persönliche Reise fortzusetzen.Das Stück ist ein in Bewegung übersetztes gebet, in dem Stille und Schweigen der innere Motor sind, welcher – in verbindung mit der Musik von Kelvin Grout- mit der innerlichen Kraft der Tänzer verschmilzt.
Quiet Strength in intended to be a highly ritualistic dance, which focuses on the dancers exploring certain situations in which maintaining a quiet strength could contribute upon life’s path, and therefore to contribute on their own personal journeys. The piece is created as a prayer translated into movement, in which stillness and silence are a continuous inner motor, fused together with the music of Kevin Grout, representing the dancer’s inner strength.
Plenilunio
Choreographie Choreography: Cayetano Soto
Musik Music: Alberto Iglesias
Dauer Duration: 18 Min.
Tänzer Dancers 6
Plenilunio- Mondphasen. Während im ersten Teil die drei Paare die verschiedenen Mondphasen reflektieren und die Choreographie sich parallel zur Phasengestalt entwickelt, bauen sich im Verlauf des zweiten Teils- ebenfalls eine Mondphase- durch die Konstellation der Trio Brüche auf.
Plenilunio- phases of the moon. In the first section 3 deuts reflect the various "Moon Phases”, which is followed in the second section by a trio, inspired by the lyrical flow of the music but also the cycles of the moon.
One Hit Wonder
Choreographie Choreography: Olga Cobos und Peter Mika
Musik Music: J.S. Bach, Maxim Iioudine
Dauer Duration: 25 Min.
Tänzer Dancers 6
Die erste, ausschlaggebende Idee für das Stück war die Beziehung zwischen den beiden Begriffen „push“ und „pull“ (Drücken und Ziehen). Es ist ein sehr klares und einfaches Konzept, um Bewegungsmaterial zu finden. Das Spiel der Kontraste wurde der Schlüssel zur Formung der Charaktere, die die verschiedenen Stadien ihrer Beziehungen zueinander aufdecken. Es war unsere erste gemeinsame Arbeit als Choreographenteam, deshalb nannten wir dieses Stück ironischerweise ONE HIT WONDER.
The first, decisive idea for the piece was the relationship between the two terms “push“ and “pull“. It is a very clear and simple concept to find movement material. Playing with contrasts was the key to forming the characters who expose the different stages of their relationship with one another. It was our first work together as a choreographic team which is why we named this piece ironically ONE HIT WONDER.
Goldberg Variationen
Choreographie Choreography: Philip Taylor
Musik Music: Johann Sebastian Bach
Dauer Duration: 60 Min
Tänzer Dancers 9
Die Choreographie entwickelt sich mit dem musikalischen Gebäude. Während die Harmonie unser Gefühl ergreift, schärft die Melodie unsere Vorestellungs-Karft. Über dem führenden, in seinen Grundzügen, aber lebendigen Weg des Basses treiben die begleitenden Stimmen ein Spiel von unerschöpflichem Einfallsreichtum. Gefühle und Gedanken- sie gehen in den Goldberg Variationen eine einzigartige Verbindung ein. Auf der Bühne sind es eigentlich 32 Variationen. Die am Anfang als Modell gedachte Aria, dieses als Urimagination stehende Thema, das sich ankleiden muss, wenn es sich menschlich entfalten will, klingt am Ende anders. Das innig-ruhige Geheimnis der Aria ist vertrauter, ist an Gefühlen und Gedanken Reicher. Für die theatralische Umsetzung war es weniger von Bedeutung, für dieses Werk nach Schlüsseln und Deutungen zu suchen, denn es erschließt sich in uns selbst. Individuell und frei in einer irdischen und greifbaren Ordnung. Die Verschmelzung der Musik mit den tänzerischen Gehalten lässt die Variationen wie ein Tag oder gar ein Leben an uns vorüberziehen, ohne das Gefühl einer Endlichkeit zu spüren. "Aria da Capo é Fine".
The choreography is developed with and within the musical structure. While the harmony seises our feelings, the melody sharpens our imaginative power. Above the leading bass, which maintains its essential characteristics and is always lively, the accompanying voices play a game with an inexhaustible wealth of ideas. Feelings and thoughts converge in a marvellous union in the Goldberg Variations. There are actually 32 variations on stage. The Aria, the model at the beginning standing as the original theme, has to dress itself if it wasnts to be accessible on a human level. It sounds different at the end. With its inner tranquillity, the secret of the Aria intimate is richer with feelings and thoughts. For the theatrical realisation of this work it was less important to look for keys and interpretation, for it reveals itself within ourselves on its own. The fusion of the music with the dance components lets the variations pass us by like a day or even a lifetime, without giving the impression of a sense of finiteness. "Aria da Capo é Fine”.
4 - Ein Tanz-Event
Choreographie Choreography: Philip Taylor
Musik Music: Johannes Faber
Dauer Duration: 70 Min.
Tänzer Dancers 22
Inhaltlich gründet der Ballettabend auf der Beschäftigung mit der Vielseitigkeit und dem Phänomen der Zahl 4. Die Vier ist unlösbar mit der ersten Erkenntnismäßigen Ordnung auf Erden verbunden. Sie bildet eine geometrische Form, die klar und übersichtlich ist. Daher alt das Viereck seit frühester Zeit als vollkommen und festgegrundet. Sie steht auch stellvertretend für die verschiedenen Zyklen, die unser Leben Bestimmen, wie zum Beispiel die vier Jahreszeiten, die vier Lebensstationen, die Tageszeiten oder die vier Himmelsrichtungen. Dem Choreographen Philip Taylor geht es dabei jedoch nicht nur um die lineare Beschreibung dieser Abläufe, sondern auch um eine atmosphärische Abstraktion von Kreisläufen, die eben nicht nur einen Anfang und ein Ende zu scheinen haben.
The content of this evening revolves around the versatility and the phenomena of the number 4. 4 can be recognized with the very initial order of the earth. Creating a clean and clear geometrical form, the square was accepted in earlier days as a strong, absolute symbol. The number 4 is a symbol of many different cycles that affest our lives wuxh as the tour seasons, the four life cycles, the four times of the day or the four directions- East South, West and North. Philip Taylor applies in his choreography the attempt t ocreate an abstract atmosphere to the different cycles, which seem to have no beginning and no end.
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