| Verena von Kerssenbrock - Regisseur Presse |
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Achtung, Geschädigte in Sachen „Entführung aus dem Serail”: Es gibt ihn noch, den Bassa Selim – er darf sogar sprechen. Und es geht ohne Computer-gestütztes Seminar à la Bayerische Staatsoper, auch ohne Verhäckselung der Handlung wie in Salzburg. Was nicht heißt, dass man Mozarts Meisterwerk anspruchslos inszenieren muss. Verena von Kerssenbrock hat´s beim Festival auf Gut Immling bei Bad Endorf bewiesen, hat sich dafür auch eine klare, einfache, wirkungsvoll beleuchtete Ausstattung ausgedacht … . Und ist eine Bloßstellung manch krampfiger Bühnenvermüllung an anderen Häusern. … Verena von Kerssenbrock rollt die Handlung der „Entführung“ leicht nachvollziehbar und mit präziser Personenführung auf … .Die Aufführung imponiert durch starke Bilder, durch ihn ungekünsteltes Naturell, auch, vielleicht das Schwerste, durch Witz. (Münchner Merkur, 5.07.2004)
Ohne die Bedeutung der ausübenden Künstler schmälern zu wollen: Von zwei Münchnerinnen, Schwestern obendrein, hing doch alles ab, was da ein Riesenpublikum drei Stunden lang entzückte. … Verena von Kerssenbrock, für Inszenierung, Bühnenbild und Kostüme gleichermaßen zuständig, hatte derart viel Witz und heitere Laune auf Lager, um das freilich etwas possenhafte, bürgerlich/sentimentale Spiel („Die lustigen Weiber von Windsor“) …so recht schnalzen zu lassen. (Traunsteiner Tagblatt, 23.07.2002)
In Otto Nicolais „Die lustigen Weiber von Windsor“ förderte die augenzwinkernde, dabei stets poetische Regie Verena von Kerssenbrocks, die zumal im dritten Bild eine scharfe Analyse von Männerfantasien bot, durchaus die Boshaftigkeit und den Zynismus des Stücks zu Tage, ohne Konflikte zu kurz kommen zu lassen. (Opernwelt, 10. 10. 2002)
Nicht nur an dieser Stelle (Toska in Gut Immling) zeigt Verena von Kerssenbrock wieder einmal ihren unverstellten Einblick in die treibende Dynamik einer Handlung, die sie auf berührende und eindringliche Weise in lebendige Szenen verwandelt. Ohne dabei aufdringlich auf bestimmte Sachverhalte hinweisen zu müssen, komponiert sie Bilder und Stimmungen, deren Botschaft direkt in die Seele der Zuschauer dringen. (Klassik Heute, 13.07.2005)
Verena von Kerssenbrock, der die Regie (Toska in Gut Immling) anvertraut war, ging denn auch mit impulsivem Elan an die spezifische Arbeit. Da sie auch für das Bühnenbild verantwortlich war, konnte sie ihr Konzept der Spinnenfäden, die letztendlich alles einweben, konsequent realisieren. … Das Regiekonzept .. konnte etliche übliche Peinlichkeiten anderer Aufführungen souverän umgehen. … Die Inszenierung verstand es ansonsten optimal, die voluminöse Bühne gezielt mit Aktionen und Bewegungsabläufen zu „dynamisieren“ und die Gänge des Zuschauerraums für den düster einher wallenden Chor zu nutzen. (Traunsteiner Tagblatt, 5.07.2005) |
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