Die in Bourgas, Bulgarien geborene Mezzosopranistin Veneta Radoeva besuchte das Fachgymnasium Musik, wo sie ihr Abitur in Klavier und Gesang ablegte. Ihr Diplom in Gesang und Schauspiel machte die Sängerin in Sofia an der Musikakademie. An der Staatsoper Sofia besuchte sie die Meisterklasse. Im Anschluss hieran wurde sie Preisträgerin des Maria-Callas-Wettbewerbs in Athen. Ihr Debüt an der Staatsoper in Sofia gab Veneta Radoeva als Azucena in Il Trovatore.
Es folgte die Teilnahme am Internationalen Wettbewerb für junge Sänger in Sofia, wo die Künstlerin erneut als Preisträgerin hervor ging. Erneut in Sofia fiel die junge Frau als Amneris (Aida) positiv auf. Schlag auf Schlag wurden der Mezzosopranistin an der Staatsoper in Sofia die großen Partien ihres Fachs angeboten: Santuzza – Cavalleria Rusticana wie auch Elen Bezuchova – Krieg und Frieden, der Regisseur war Boris Pokrovski vom Bolschoi Theater in Moskau.
Auch im Theater in Palermo, Massimo und Theatre Châtelet in Paris wurde sie als Elen Bezuchova engagiert. Eine CD bei der EMI erschien. In dieser Zeit erweiterte Veneta Radoeva ihr Repertoire noch um die Eboli – Don Carlos bei den Festspielen in Varna.
Es folgte die Maddalena – Rigoletto in Moskau und Kiew sowie die Olga Eugen Onegin und Eboli – Don Carlos in Kazan, Kiew. In Breslau sang sie die Carmen. Bein einer Festspielproduktion in Brüssel wurde die Künstlerin als Fenena – Nabucco, Dirigent Maestro Carlo Franci, mit großem Erfolg verpflichtet.
Erneut sang Veneta Radoeva an der Staatsoper Sofia die Eboli, außerdem die Lucretia – Raub der Lucrecia sowie die Polina in Pique Dame.
Anfang der 90iger Jahre kam die Sängerin nach Deutschland, wo sie sofort ans Bremer Theater unter Marcello Viotti engagiert wurde. Hier konnte man sie unter anderem als Giacinta – La Finta Semplice, Die Prinzession von Bouillon – Adriana Lecouvreur, Eboli, Clarissa – Die Liebe zu den Orangen, Adelaide – Arabella, Mrs. Sedley – Peter Grimes, Preziosilla – La Forza del Destino (auch in Wiesbaden), Cornelius – Julius Cäsar, Hoffmanns Erzählungen und zuletzt als Laura in La Gioconda erleben. Die Azucena sang sie als Gast in Leipzig.
Seit der Spielzeit 1998 ist die Künstlerin freischaffend und gastiert an verschiedenen Häusern, so war sie z.B. auch in Gera engagiert. Da Veneta Radoeva auch als Konzertsängerin sehr gefragt ist, wird sie immer wieder gerne nach Moskau, Kiew, Budapest, Breslau, Wien, Athen und Korea zu Konzerten eingeladen. Seit Beginn des neuen Jahrtausends arbeitet Veneta Radoeva auch als Honorardozentin im Fach Gesang.